Künstler, Kunst und Betrachter

Die Themen der Kunst sind so unveränderlich wie die Inhalte des  menschlichen Daseins selbst. Lediglich die äußere Gegenwart, der Zeitbezug, welcher aktuelle Kunst erst interessant macht, ändert sich andauernd.
 
Die Kunst selbst bleibt, trotz aller vergangenen und aktuellen Strömungen der Bildenden Kunst, an sich ein Mysterium, da sie einer Analyse nicht zugänglich ist, sich einer Frage nach ihrem Sein, als abstrakter Begriff, verschließt und damit nicht selten zu Verwirrung Anlass gibt. Was bleibt ist die Beschäftigung mit der Welt, die Verwunderung über das eigene Dasein und der Drang die Gedanken dazu mitzuteilen.
 
Ein Charakteristikum der Welt von Heute ist die rasante Veränderung äußerer Bedingungen, die es für den einzelnen Künstler, schwer macht, der Zeit zu folgen.

Die Wirklichkeit ist schnell darüber hinweggerollt, was gestern noch aktuell war. Wir wissen kaum was heute „ist“, wie das Morgen aussieht, ist nur zu erahnen. Dieses Spannungsfeld ist für den Künstler außerordentlich spannend.
 

Zwischen den Bedürfnissen des Künstlers, seiner Motivation und den Erwartungen der Betrachter gibt es kaum Überschneidungen.

Wenn ein Werk etwas in der Psyche des Betrachters bewirkt, ihn betrifft oder Betroffen macht, seine Phantasie beflügelt oder was auch immer, so hat das meist wenig oder gar nichts mit den Urgründen zu tun, die den Künstler dazu bewogen haben mögen das Werk  zu schaffen. Gefällt es, ist es ein glücklicher Zufall.
 
Der Betrachter spiegelt sich bestenfalls selbst in einem Werk, es hat eine spezielle Bedeutung in seiner Welt. Dann mag er es, weil es einen Teil seines Selbst darstellt oder es ist ihm fremd, dann wird er es nicht mögen. Das ist alles.